Neuheiten Juni

 

Alle CDs sind im SATURN in Augsburg (Citygalerie) erhältlich.

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Richard Dorfmeister und Rupert Hubers´Projekt „Tosca“ gibt es seit 1994. Seit dieser Zeit experimentieren sie mit „Lounge-Sounds“ und versuchen immer wieder neue Wege zu gehen. Auf der neuen Doppel-CD „No Hassle“ präsentieren sie uns ein neues Studio-Album und ein Live-Set (macht zusammen über zwei Stunden entspannende Musik). „No Hassle“ hinterlässt gemischte Gefühle: Laut gehört - beispielsweise im Auto auf einer langen Fahrt - entfaltet es seine volle Wirkung. Man könnte den Sound als „Dub-Lounge“ bezeichnen. Überall flirren Soundfiles durch den Raum, Stimmfetzen, Gitarrenriffs - alles ist in Bewegung, taucht auf und verschwindet wieder in einem Raum aus Hall und Echos. Genial! Nebenbei gehört - beispielsweise in einem Café oder Ladengeschäft - wirkt es gar nicht. So gehört klingt es wie uninspirierte Lounge-Sounds aus dem Internet-Radio. Diese Album ist also ganz klar zum Lauthören gedacht,Als „Durchhör-Album“ auf einer guten Anlage. Dann ist es allerdings sehr gut. Unterhaltsam, abwechslungsreich, spannend und entspannend. Vielleicht auch ein Grund dafür, warum die Beiden in letzter Zeit gerne in großen Räumen (Kirchen) performen. Für Hinhörer und Reisende ein großartiges Album.

Tosca- No Hassle

Una Mas Trio

Das ist sie. Die erste „Sommer-CD“ des Jahres. Dahinter stecken die beiden deutschen Christian Schilgen und Fab DJ Sammy. Letzterer konnte sich mit dem JuJu Orchestra, dessen CDs es leider nicht mehr gibt, bereits einen Namen machen. Die vorliegende CD „Ritmo del Futuro“ ist eine Mischung aus afro-amerikanischer und afro-karibischer Musik gemischt mit einer gehörigen Portion Club-Sound. Salsa, Boogaloo und auch ein bisschen „Bucovina“ ist zu hören. Das ergibt eine herrliche Mischung für laue Sommernächte mit Mojitos, Margaritas und Caipirinhas. Man kann einfach keine Minute ruhig sitzen bleiben und das Lächeln im Gesicht will auch nicht weichen. Das Ganze ist sehr gut produziert und man muss auch dem Gestalter des Covers ein hohes Lob aussprechen: Es ist einfach wunderschön retro-mäßig gestaltet und macht genauso viel Spaß wie die Musik. Großartig!

           Berry

Was für eine Stimme ! Sanft und rauchig singt Berry Lieder über Liebe, Lebensfreude und Verdruß. Klare Ansagen in hauchzarte Musik gepackt. Wunderschöne, melancholische aber auch fröhliche Musik und hervorragende Arrangements machen aus dieser CD ein Meisterwerk des neuen französischen Chansons. Man möchte diese CD endlos hören, denn sie ist endlos schön !

Mit Sicherheit wird diese CD ein Riesenerfolg. Da sind wir uns einig. Aus unbegreiflichen Gründen wurde sie in Deutschland bisher noch nicht veröffentlicht. Wir haben sie über Import bekommen und sind gespannt wie lange die deutsche Plattenfirma noch schläft. Erste Tests haben bewiesen: Sie geht weg wie warme Semmeln. Hörprobe gefällig ? Klicken Sie hier

Vorab: Ein Riesenkompliment für diese gelungene Doppel-CD! DJ Hell lässt hier die letzten Jahrzehnte elektronischer Musik mit einer spielerischen Leichtigkeit Revue passieren, die ihresgleichen sucht. Auf dieser Doppel-CD kann man alle Facetten anspruchsvoller Techno-Musik (Ja, das gibt es!) heraushören, die diese Musikrichtung so erfolgreich gemacht haben. Techno war immer nach vorne gerichtet „Forward Ever- Backward Never“ hieß die Devise und sie wurde ad absurdum geführt mit Samplern á la „Best of Love-Parade“ oder „Die besten Techno-Hits aller Zeiten“ etc pp. DJ Hell beweist hier sehr eindrucksvoll, daß es auch anders geht. Es ist ein „vorwärtsgerichteter Rückblick“, d.h. wir hören neue Songs und erinnern uns an alte Songs. Dies funktioniert, weil die Klangbilder mit den Klangbildern von früher übereinstimmen. Die Titel sind allesamt neu (und sehr spannend) komponiert und auch die ruhigen Titel überzeugen völlig. Kraftwerk, EBM, Chicago, Detroit und natürlich Frankfurt- und Berlin-Sounds fliegen einem da entgegen und man möchte am liebsten gleich in den nächsten Club rennen und da weitermachen wo viele -ob der Einfallslosigkeit und Monotonie- aufgehört haben. Hell schafft es tatsächlich dem „Klang der Familie“ wieder Lebendigkeit einzuhauchen. Cooles Cover, cooles Album. Hörproben

Teufelswerk

Diesmal ein Doppel-Album vom Hamburger Soundpiloten Raphael Marionneau. Eine rundum geglückte Compilation für Freunde hervorragender elektronischer Chill-Out Sounds. Marionneau beherrscht dieses Genre momentan wohl wie kein Zweiter. Waren seine letzten Veröffentlichungen für unseren Geschmack viel zu ruhig geraten, gelingt es ihm hier wieder diesen unbeschreiblichen „Flow“ hinzukriegen, der einen als Zuhörer wunderbar Träumen lässt und auf eine entspannte Reise mitnimmt. Ein Meisterwerk, welches uns unwillkürlich an die legendäre „L´éte Abstrait“(ebenfalls von Marionneau) erinnert. Warum gibt´s die eigentlich nicht mehr ?

Endlich ist sie da, die „Summer“ - CD von Klassik Lounge, gemischt von DJ Jondal.

Wie bereits erwähnt, handelt es hier nicht um eine „neue“ Klassik-Lounge CD, sondern um eine Art „Best Of“ der Reihe. Jondal ist es wieder einmal gelungen einen frischen Mix zusammenzustellen, der keine Wünsche offen lässt. Selbst für Besitzer der Klassik-Lounge Werke 1-7 ist diese CD kein Fehlkauf, denn viele Titel sind in neuen Interpretationen zu hören. Fünf Titel sind sogar gänzlich neu. Somit ergeben sich wieder einmal über 2 Std. hervorragende Lounge-Musik vom Allerfeinsten. Die ideale „Überbrückung“ zur Klassik Lounge Werk 8, welche im Herbst veröffentlicht wird.

Nach etlichen Jahren endlich wieder ein Album der dänisch/afrikanischen Studiogruppe „Bliss“. Die drei Vorgänger-Alben  sind immer noch so ziemlich das Beste, was es im Lounge-Musik Bereich zu hören gibt. Bliss mischen Elektronik mit afrikanischer Percussion, Akkordeon und wunderbar melodischem Gesang. Sie verbinden Ethno mit Chill-Out. Ganz, ganz große Alben, zudem mit einer herausragenden Klangqualität aufgenommen. Also freute man sich riesig auf dieses neue Album. Doch nach langen, mehrmaligen hören kommt man leider zu dem Schluß, daß es diesmal nicht hinhaut. Dieses Album ist zweifellos ein Bliss-Album, doch irgendwie fehlt der Kick, das große Gefühl, der Gänsehaut-Effekt.  Da wird zu viel mit Worten, statt mit Musik gearbeitet (es wird sehr viel gesungen, u.a. auch von Boy George !). Vielleicht war es aber auch einfach nur die zu große Vorfreude auf dieses Album, die einen zu hohen Anspruch erzeugte. Ich weiss es nicht. Es wirkt irgendwie zu depressiv, zu gezwungen. Man möchte Hand anlegen und das Album irgendwie neu remixen. Zwei, drei gute Ansätze sind vorhanden. mehr leider nicht. Also empfehlen wir lieber noch einmal die vorherigen Alben: „Quiet Letters“, „Afterlife“ und „They Made History“, die in wenigen Wochen wieder auf den Markt kommen. Denn diese Alben sind für die Ewigkeit.

No One Built This Moment

Le Café Abstrait Vol. 6

Klassik Lounge Summer

Ralph Rosenbaum, der uns im letzten Jahr mit seiner Zin-Zin Lounge CD soviel Freude gemacht hat, hat jetzt seine neue Compilation „Aural Affairs“ veröffentlicht.

Gare du Nord sind wieder da ! Mit ihrem 2. Album aus der „Love Trilogie“ (das erste Album war „Sex‘n‘Jazz“) setzen sie hier abermals die phantastische Sängerin  Dorona Alberti ins musikalische Licht. Und dies auf eine unnachahmliche Art ! Ein Jazz-Pop Album ist es geworden. Es ist aber auch eine Art „musikalische Zitatesammlung“ geworden, denn hier wird zitiert, angedeutet, gesampelt was das Zeug hält und jeder Song erinnert einen an einen anderen Song. Oder besser: jeder Song erinnert einen an mindestens zwei andere Songs, denn Gare du Nord haben hier wirklich eindrucksvolle Puzzle-Arbeit geleistet und bekannte Basslines mit bekannten Gitarren-,Bläser-,Keyboard-Riffs zusammengesetzt über denen (bei nicht allen Tracks) die gigantische, abwechlungsreiche, souveräne Stimme von Dorona Alberti thront. Ein elegantes, cooles Jazz-Pop-Album aus Belgien.

Steen Thottrup ist einer der „Altmeister“ der Chill-Out-Szene. Seine Titel wurden schon auf vielen Café del Mar Compilations veröffentlicht (aktuell ist der Titel „El Alba“ auch auf der phantastischen CD „Le Café Abstrait Vol.6 von Raphael Marionneau zu finden). Thottrups erstes „eigenes“ Album „Sunset People“ bietet eine hervorragende Grundlage für einen Nachmittag im Liegestuhl. Der auf Ibiza lebende, dänische Musiker liefert hier ein Album der Extraklasse. Abwechslungsreich, harmonisch und immer cool relaxed schickt er den Hörer direkt ins Land der Sonnenuntergänge.

Und wieder einmal reingefallen. Als ich diese CD das erste mal gehört habe, dachte ich: „Sensationell“. Als ich dann über diese CD was schreiben wollte und sie noch einmal bewusster hörte, dachte ich: „So toll ist sie gar nicht“. Und jetzt, einen Monat später, bin ich begeistert ! Denn diese CD hat es in sich. Genau so wie die „Vorgänger-CD“ Supperclub „Jealousy“ hat diese CD etwas Magisches. Streckenweise (vor allem auf der zweiten Seite) ist sie phantastisch gemixt, Sie ist abwechslungsreich, chillig, pushend und extrem fließend. Wieder eine Doppel-CD die ich in Läden, beispielsweise Boutiquen, rauf und runter spielen würde. Eine CD die niemals nervt und über eine außerordentlich (das ist auffallend) gute Klangqualität verfügt. Das ist vor allem beim „Nebenbei-Hören“ sehr wichtig und wird von vielen Compilern leider unterschätzt. Sie ist niemals aufdringlich, aber in ihrer klangtechnischen Brillanz immer präsent. Hut ab, vor dem niederländischen Vollprofi-DJ Marcello, der seinen Mixstil „Slow-Dancing“ nennt und auch keine Hemmungen vor längeren, pausenartigen, chilligen Übergängen hat. Wer die East-CDs liebt (klangtechnisch ebenfalls herausragend), wird auch diese außergewöhnliche CD schätzen.

Love for Lunch

Sunset People

Supperclub „Naivety“


Bisher war die "Islands" CD-Serie vom Frankfurter Beach Club des King Kamehameha Clubs immer eine "sichere Bank". Doch bei der vorliegenden neuen CD - wie immer von Resident-DJ Steve Blunt gemixt - müssen wir doch einige deutliche Abstriche machen. CD 1 (die schnellere Seite) geht nach einigen kurzen belanglosen Titeln beherzt nach vorne. Hier hören wir einen Mix vom allerfeinsten. Einen Mix á la DJ Ping (East), trocken, abwechslungsreich und sehr hypnotisch bietet Steve Blunt hier alles was man als "House-Mix für Erwachsene" bezeichnen könnte. Supergut wie immer. Das war´s aber auch schon. Denn was auf der zweiten CD geboten wird ist schlicht und ergreifend eine Frechheit! Die Klangqualität der zweiten CD dieses Doppelalbums lässt vermuten, daß man die Titel per e-mail zugeschickt bekommen hat. Sie ist so grottenschlecht, daß man sich fragt, ob bei den Plattenfirmen überhaupt noch eine Qualitätskontrolle stattfindet. Diese Seite kann man wegen der schlechten Qualität weder leise, noch laut hören. Hier wurde beim Mastering gepfuscht, hier wurde die schlechteste Aufnahme nicht nachbearbeitet, sondern als Referenz für die anderen genommen. Gruselig scheppernd in der Klangqualität eines Internet-Radios kommt Titel für Titel daher, immer störend und nervig auf dem Ohr liegend. So geht´s gar nicht.  Auf der CD-Hülle steht: "mastered by Christian Pütz". Man sollte sich diesen Namen merken. CD1: Hervorragend. CD2: Unterirdisch.

Islands - Balearic Sundown Sessions Vol.6